Alte Ansichten

Die hier dargestellten Ansichtskarten zeigen verschiedene Ansichten von Kühnring vom Ende des 19. Jahrhunderts bzw. aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie geben ein Zeugnis von den Veränderungen, die in den vergangengen 100 Jahren stattgefunden haben. Manches wird man kaum mehr wiedererkennen, bei manchem wird man fast keinen Unterschied zu heute feststellen können. Interessant sich auch die Beschriftungen der einzelnen Karten. Geben die Texte doch häufig Hinweise auf das alltägliche Leben in der damaligen Zeit.
 
 
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Die Karte trägt den Poststempel 29.7.1898 und ist somit die älteste in der Sammlung. Sie ist adressiert an: "Wohlgeboren Frau Fanny Heiß, Wien XIV/2, Arnsteingasse 14, II. Stock."

Der Text lautet: "Liebes Mutterl - Wir sitzen hier beim Zach, es geht uns recht gut. Franzi ist recht brav. Wir waren auch schon bei seinem Freund. Wir haben sich köstlich unterhalten. Wir gehen bald wieder hin und Franz hat auch schon Bücher gebracht, er liest fleißig. Mitzerl ist auch recht lustig. deine Maria. Lieber Vater! Lass dir sagen, dass Tröpferl hier ist gut zu ertragen." 

Die Karte enthält drei Ansichten: Kirche und Karner, Wasserfall sowie eine Totalansicht des Dorfes. 

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Die Karte ist beschriftet und stammt aus der Zeit vor 1916. Der exakte Poststempel ist nicht lesbar.

Sie ist adressiert an "Frl. Josefa Galistl in Gottsdorf, Post Persenbeug". Der Kartentext lautet folgendermaßen: "Liebe Pepi! Nimm hin von mir die herzlichsten Grüße von meiner neuen Heimat. Ich bin schon recht angewohnt hier. Es ist recht lustig unter den Schnieder. Kornschnied ist vorbei, der Weizen ist noch. Ich geh auch fort helfen. Es grüßt dich herzlich deine Freundin Maria Polt. Schreib mir auch einmal".

Die Karte enthält vier Ansichten: Die Kirche von Süden; den Wasserfall; Blick vom Kirchenberg Richtung Nordwesten; Blick vom Kirchenberg Richtung Nordosten. 

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Der Poststempel der Karte trägt das Datum 21. V. 1912 (?). Sie ist adressiert an: "Wohlgb. Frl. Anna Horner, bei Eder auf der Wieß, Post Lasberg bei Freistadt, Oberösterreich". Der Text lautet: "Liebe Anna! Sende dir von unserem ?..heim recht herzliche Grüße, angekommen bin ich gut, auch doch so ziemlich angewohnt hier, dass mir um das liebe ?, in alle ? noch Zeitlang ist, das kannst du denken, die Gegend ist schön, die Leute freundlich. Tausend Grüße deine M. Hiese."

Die Karte enthält fünf Ansichten: der Kirchenberg von Osten, die Mariensäule, das Gasthaus Zach, ein Blick vom Kirchenberg Richtung Nordwesten, ein Blick vom Kirchenberg Richtung Osten (?). 

 
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Die Karte ist beschriftet und trägt den Poststempel 18.4.1927.

Sie ist adressiert an "Frl. Wally Schwarzinger, Klosterneuburg, Schießstattgasse 12. Die Kirche zeigt Kirche, Kalvarienberg und Sebastiankapelle vom Kirchenberg aus Richtung Südwesten. 

 
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Die Karte ist eine unkolorierte Variante obiger Karte. Sie ist am 23. VII. 1934 abgestempelt und adressiert an: "Frau Mizzi Andre, Wien III, Rasumofskyg. 11, Restauration".

Der Text lautet: "Ihnen liebe Frau Andre sowie Herrn Gemahl recht herzliche Grüße entbieten Lina und Karl ?, Bitte Grüße an Fam. Weber und Jamber (?) auszurichten". 

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Der Poststempel dieser Karte trägt ein Datum aus dem Jahr 1936. Die Karte ist adressiert an "Wohlgeb. Frau Dr. Maria Lang, Wien IX Bezk, Schwarzspanierst. 15".

Das Bild zeigt eine Ansicht der Durchzugsstraße von Eggenburg nach Maria Dreieichen vor dem Haus Nr. 27 in Richtung Westen. 

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Die Karte ist datiert(Poststempel) mit 22.9.1930 und adressiert an "Frau Lina Wastl, Mauer, Langegasse 20."

Sie trägt folgenden Text: "Mir geht es hier sehr gut, ich werde mich gut erholen! Wetter ist halbwegs günstig, so daß ich auch jeden Tag spazieren gehen kann! Hoffe Euch bei bestem Wohlbefinden und sende herzliche Grüße Käthe".

Das Bild zeigt eine Ansicht der Kirche und der Dreifaltigkeitssäule vom Haus Nr. 24 aus gesehen. 

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Die Karte ist undatiert und unbeschriftet. Sie dürfte aber aus der Zeit zwischen 1910 und 1920 stammen.

Sie enthält vier Ansichten: Den Kirchenberg mit Karner, Schule und Kalvarienberg; die Häuser Nr. 24, 25 und 27; einen Blick vom Kirchenberg auf die Häuser Nr. 24-29; den Pfarrhof. 

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Die Karte ist undatiert und unbeschriftet. Die Aufnahmen stammen aus der Zeit um 1910.

Zwei der drei Aufnahmen sind vom Kirchenberg aus gemacht worden, eine in Richtung Nordwesten, die andere in Richtung Nordosten. Die dritte Aufnahme zeigt den Kirchenberg von Osten. 

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Die Karte ist beschriftet und datiert mit 14.8.1920. Sie ist adressiert nach Silz bei Innsbruck in Tirol.

Im linken Bereich der Karte sind Kirche und Karner mit dem Haus Nr. 26 zu sehen. Die Aufnahme ist vom Haus Nr. 25 aus gemacht. Die zweite Aufnahme zeigt einen Blick vom Kirchenberg in Richtung Nordwesten. Das dritte Bild auf der Karte zeigt das ehemalige Gasthaus Zach. 

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Der Poststempel dieser Karte trägt das Datum 30.07.1906. Sie ist adressiert an "Hochwohlgeboren Herrn Dr. Josef von Baeché in Reichenau Oberösterreich." Gemeint war jedoch offensichtlich Reichenau in Niederösterreich, da die Adresse entsprechend korrigiert wurde und die Karte überdies in Reichenau bei Bad Leonfelden abgestempelt ist. Die Karte trägt folgenden Text: "Kühnring b. Eggenburg, Sonntag 29/7/06. Sehr geehrter Herr Doctor! Sende Ihnen von meinem herrlichen Sommeraufenthalt die herzlichsten und innigsten Grüsse. Auf ein frohes Wiedersehen im Herbst. Ihre aufrichtige Bella Mayer".

Die Karte zeigt den Kalvarienberg bei der Kirche, den Wasserfall sowie den Aufgang zur Pfarrkirche. 

 kuehn ak009 Die unbeschriftete und undatierte Karte zeigt das Haus Nr. 18. Dieses ist heute ein Wohnhaus. Zur Zeit der Aufnahme war es ein Erholungsheim.
 kuehn ak013 Die Karte zeigt den Kühnringer Feuerlöschteich/Bad. Sie trägt den Poststempel vom 8. III. 1957 und ist adressiert an: "Herrn u. Frau Pokorny, Wien 17, Jörgerstraße 38, Stiege II/I/1". Im Text heißt es: "Lieber Onkel u. Tante! Herzliche Grüße von meinen zweiten Urlaub's Aufenthalt sendet Euch Eure Grete und meine Mutti. Viele Bussi Grete."
 kuehn ak014 Die Karte liegt nur als Foto vor und zeigt die Durchzugsstraße Eggenburg-Maria Dreieichen aufgenommen vor dem Haus Nr. 24.
 kuehn ak015 Die Karte liegt ebenfalls nur als Foto vor und zeigt die Kirche anläßlich der 900-Jahr-Feier im Jahr 1956.

Kühnring 1823

Kühnring 1823 © BEV 2013, T2013/99952 BEV-Logo

 

Der obige Plan Kühnrings aus dem Jahr 1823 stammt aus dem so genannten Franziszeischen Steuerkataster. Dieser Kataster wurde von 1817 bis 1861 erstellt und ist nach Kaiser Franz I. benannt. Er sollte die Grundlage für eine gerechte Einhebung der Grundsteuer bilden. 

Heute geben uns die Karten des Franziszeischen Steuerkatasters einen guten Einblick in die Verhältnisse der damaligen Zeit. Der Plan Kühnrings wurde im Jahr 1823 erstellt. Hier bildet der Plan auch die Basis für die Darstellung der Geschichte der einzelnen Häuser, die schrittweise ausgebaut wird. Klicken Sie auf ein Haus und es öffnet sich ein Fenster mit Informationen zum jeweiligen Haus. Aus Datenschutzgründen sind keine Informationen aus den letzten 100 Jahren enthalten.

Einst und Jetzt

Auch Dörfer verändern sich im Laufe der Jahrzehnte und Jahrhunderte. In diesem Abschnitt von kuehnring.info wird die Veränderung, die Kühnring in den letzten 200 Jahren erlebt hat, dokumentiert.

Auf der einen Seite sehen Sie einen Plan von Kühnring aus dem Jahr 1823. Dem ist ein Satellitenbild von heute gegenüber gestellt. Das zeigt einerseits die Veränderung, andererseits aber auch die Kontinuität. Bei allem Wandel ist doch die Grundstruktur die Gleiche geblieben.